Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich in meinem Blog nicht zu politischen Themen zu äußern, tue es aber doch. Und zwar, weil ich einen Skandal finde, dass wir uns (wenn ich es ernst nehme, das Politiker das Volk vertreten) auf einem Bildungsgipfel Gedanken darüber machen, wie Deutschland zur Bildungsrepublik wird und gleichzeitig ein deutsches Gericht die Schließung einer Kindertagesstätte anordnet und Eltern 900 Euro im Monat bezahlen müssen, damit ihr Kind eine solche besuchen kann.
Ja, es geht um Geld: Bildung kostet was und eine Gesellschaft die sich wirtschaftlich weiterentwickeln will muss hier investieren. Aber das greift zu kurz – viel zu kurz. Auch die neue Diskussion um die Studiengebühren führt uns nicht weiter. Wir brauchen kreative Konzepte und Ideen, wie Bildung lebenslang stattfinden kann. Bildung – nicht Unterricht. Und das fängt da an, wo uns eine Kindertagesstätte als wichtige Bildungsinstitution in der Nachbarschaft stört und hört da auf, wo sich Studierende über Studiengebühren beklagen, aber sich zu schade sind, einen Job als wissenschaftliche Hilfskraft für 7,38 € in der Stunde anzunehmen.
Es liegt nicht nur am Geld, es kommt darauf, das wir als Gesellschaft begreifen, dass Bildung langfristig wichtiger ist als Landesverteidigung und Straßenverkehr. Und – Bildung ist nichts, was der Staat verordnet und bezahlen muss, Bildung ist ein notwendiger Luxus, jeder einzelne sollte ein Interesse daran haben, dass es möglichst viel davon gibt.
Deswegen finde ich die Aktion von dieGesellschafter.de gut, die konkrete Ideen für “eine gerechte, offene, durchlässige und demokratische Gesellschaft – eine echte Bildungsrepublik Deutschland” sucht.














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