DFG Science TV

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet ein neues Internetportal, in dem zehn spannende Forschungsprojekte mit professionellen Filmen vorgestellt werden.

Dabei werden die zehn Projekte nicht am Stück, sondern in kurzen dreiminütigen Episoden vorgestellt. Jede Woche erscheint jeweils ein neues Kurzvideo, und langsam entsteht so ein komplette Story über das jeweilige Projekt.

Ziel des Projektes laut Pressemitteilung:

“Wir brauchen das Interesse junger Leute, um den wissenschaftlichen Nachwuchs sicherzustellen”, erläutert DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner. “Wir müssen neue Wege gehen, um zu vermitteln: Forschung ist spannend.”

Ingesamt ein überzeugendes Projekt auch wenn die Auswahl der Projekte nicht unbedingt einen Querschnitt durch die deutsche Forschungslandschaft bietet, sondern die Projekte eher nach ihrer Eignung für eine gut erzählbare und spannende Story ausgewählt wurden. Auch Web 2.0 – Elemente fehlen fast völlig (nur eine einfache Bewertungsfunktion ist integriert), leider sind die Filme auch nicht mit iTunes etc. zu abbonieren. Auch habe ich keine Möglichkeit gefunden, die Filme in den eigenen Blog einzubinden, was sicherlich zur Popularität des Projekts beigetragen hätte. Das Fehlen der erwarteten Web 2.0 Features mag aber auch daran liegen, dass es letztlich um Wissensschaftsmarketing geht, und da wären die Meinungen und Beteiligung der Nutzer vielleicht eher störend.

Reinschauen unter http://dfg-science-tv.de lohnt sich trotzdem!

P.S.: Marc Scheloske berichtet in seinem Blog ausführlich über das Projekt.

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5 Comments.

  1. Hallo Johannes,

    Du beschreibst in deinem kurzen Posting genau das, was ich ausführlicher (und umständlicher?) dargestellt habe. Einerseits ist “DFG Science TV” ein pfiffiges Projekt, das recht überzeugend umgesetzt wurde. Andererseits ist es bedauerlich, daß keine Web2.0-Elemente berücksichtigt wurden.

    Ich habe ja nachgefragt und bekam die Antwort, daß es a) die Rechtefrage, b) der Mehraufwand sei, weswegen man es nicht gemacht habe. Ich kann diese Argumente nur teilweise nachvollziehen. Und für mich nur schlußfolgern, daß die Verantwortlichen einfach (noch?) nicht einschätzen können, welchen Mehrwert es böte, wenn man Kommentarfunktionen, Blogs usw. erlauben würde.

  2. Hallo Marc,

    ich kann das Fehlen der Web 2.0-Elemente teilweise nachvollziehen: Das Moderieren von Blogkommentaren beispielsweise bedeutet ja schon einen gewissen personellen, und damit regelmäßigen Aufwand. Aber zumindest das Fehlen der RSS – Funktion und die damit verbundenen Fehlende Einbindung in iTunes und auch die fehlende Möglichkeit die Inhalte in andere Seiten einzubinden ist wohl eher auf die falsche Auswahl der Medienagentur zurückzuführen, und wird letztlich Auswirkungen auf die Reichweite (und damit den Erfolg der Kampagne haben). Sozusagen Podcast 1.0.

    Letztlich finde ich die Videoblogs zum 175-Jährigen Bestehen der Uni Zuerich überzeugend, auch wenn die Filme und das Portal nicht ganz so professionell aussehen und das ganze sicherlich etwas billiger war: http://blog.moskaliuk.com/bloggende-wissenschaftler-an-der-uni-zuerich-neurowissenschaften-in-second-life/

  3. Mit marumTV und TUDTV haben zumindest zwei Teilprojekte begonnen, ihre Filme auch bei youtube zu veröffentlichen. Siehe: http://de.youtube.com/user/marumTV und http://de.youtube.com/user/TUDTV.

    Es spricht viel dafür, alle und alle weiteren DFG-Filme zusätzlich zur DFG-Webseite auch in einem DFG-Science-TV-Kanal auf youtube zu posten. Die dortige Community ist weltumspannend. Hauptsache, die Filme werden gefunden, gesehen und empfohlen.

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