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	<title>Johannes Moskaliuk</title>
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	<description>Internet, Medien, Psychologie</description>
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		<title>Buchgesellschafts-Lern-und Wissenbegriff wuppt Wissensgesellschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 19:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine &#220;berschrift ist ein Zitat aus einem Tweet. Es geht um die Frage ob wir einen neuen Lern/Wissensbegriff brauchen, oder ob wir neue M&#246;glichkeiten des Web mit vorhandene Methoden/Theorien verbinden m&#252;ssen. Letztlich also die Frage ob eine Wissensgesellschaft 2.0 kompatibel ist mit vorhandenen Strukturen in Schulen und Hochschulen, mit Benotungs- und Bewertungssystemen, mit vorgegeben Lernzielen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine &#220;berschrift ist ein Zitat aus <a href="http://shiftingschool.wordpress.com/">einem</a> <a href="http://twitter.com/lisarosa/statuses/8288835965">Tweet</a>. Es geht um die Frage ob wir einen neuen Lern/Wissensbegriff brauchen, oder ob wir neue M&#246;glichkeiten des Web mit vorhandene Methoden/Theorien verbinden m&#252;ssen. Letztlich also die Frage ob eine Wissensgesellschaft 2.0 kompatibel ist mit vorhandenen Strukturen in Schulen und Hochschulen, mit Benotungs- und Bewertungssystemen, mit vorgegeben Lernzielen, zu erwerbenden Kompetenzen und Lernportfolios.</p>
<p>Diese Debatte passt gut zu dem, was ich gestern in einem Vortrag von Dennis Barthel &#252;ber ein Schulprojekt der Wikimedia geh&#246;rt habe. Unter der &#220;berschrift &#8220;Skepsis s&#228;en&#8221; ging es um die Frage, wie Lehrer, die vor der Wikipedia warnen und Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die die Wikipedia nutzen von einander lernen k&#246;nnen. Das spiegelt die Frage wieder: Wie passt der &#8220;Buchgesellschafts-Lern-und Wissensbegriff&#8221; mit neuen M&#246;glichkeiten eines Web 2.0 zusammen. Schnell wird die Forderung nach einem neuen Wissensbegriff laut, der dem Rechnung tr&#228;gt, was in Blogs, Wikis und Online-Communities an wissensbezogenen Austausch stattfindet.</p>
<p>Ich sehe noch einen anderen Ausweg, n&#228;mlich &#8220;Buchgesellschaftskompetenzen&#8221; und &#8220;die Art wie im Internet gelernt wird&#8221; zu integrieren. Die Menschen sind die Gleichen, mit und ohne Buch. Ich m&#246;chte das am Beispiel der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan illustrieren, die schon lange vor dem Web 2.0 auch auf Lernen und Wissenserwerb angewendet wurde. Sie besagt, dass Menschen dann motiviert sind (zu lernen), wenn sie sich als autonom, kompetent und sozial eingebunden f&#252;hlen. Das gilt f&#252;r das Lernen aus B&#252;chern genauso, wie f&#252;r das Lernen im Web 2.0.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel ist die Frage, wie ich erkennen kann, ob z.B. ein Eintrag bei Wikipedia (<a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikipedia-Schulprojekt">siehe Schulprojekt Wikipedia</a>) glaubw&#252;rdig ist oder nicht. Nat&#252;rlich ist das ein Frage der spezifischen Medienkompetenz.  Um die Qualit&#228;t und Glaubw&#252;rdigkeit eines Wikipediaeintrags einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen muss ich eine Verst&#228;ndnis &#252;ber die Funktionsweise der Wikipedia haben, also zum Beispiel wissen, dass jeder jederzeit etwas ver&#228;ndern kann. Gleichzeitig helfen mir aber auch Kompetenz aus der &#8220;Buchgesellschaft&#8221;. Ich kann zum Beispiel darauf achten, ob ein Text eine klare und objektive Sprache benutzt (im Gegensatz zu einer werbenden oder verkaufenden Sprache), ob ein Text mit Quellen belegt, ob ein Text grammatikalische Fehler aufweist, ob er unterschiedliche Argumente beschreibt oder einseitig formuliert ist, ob ich Informationen &#252;ber den Autor des Textes erhalten kann. Das alles sind &#8220;Daumenregeln&#8221;, die im Web 2.0 &#228;hnlich funktionieren, wie im Buchzeitalter und es mir erlauben abzusch&#228;tzen, ob ich einer Informationen trauen kann oder nicht.</p>
<p>Fazit: Das Lernen im Internet ist keine Sonderform des Lernen, wir brauchen keinen neuen Lernbegriff. Aber wir m&#252;ssen diskutieren und ausprobieren, welche M&#246;glichkeiten das Internet bietet und wie es in vorhandene Strukturen integriert werden kann.</p>
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		<title>Diplom-/ Masterarbeit im Pilotprojekt &#8220;Lenken von Einsatzkr&#228;ften aus dem Hubschrauber&#8221; ab sofort zu vergeben!</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Second Life]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Polizei in Baden-W&#252;rttemberg setzt desktopbasierte virtuellen Realit&#228;ten f&#252;r die Aus- und Weiterbildung von Polizistinnen und Polisten ein. Im Pilotprojekt „Lenken von Einsatzkr&#228;ften aus dem Hubschrauber“ &#252;ben Polizistinnen und Polizisten die Kommunikation zwischen Hubschrauberstaffel und Einsatzkr&#228;ften am Boden. Im Rahmen einer Diplom-/Masterarbeit soll eine Feldstudie mit drei Versuchsgruppen konzipiert und durchgef&#252;hrt werden, die die Auswirkung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizei in Baden-W&#252;rttemberg setzt desktopbasierte virtuellen Realit&#228;ten f&#252;r die Aus- und Weiterbildung von Polizistinnen und Polisten ein. Im Pilotprojekt „Lenken von Einsatzkr&#228;ften aus dem Hubschrauber“ &#252;ben Polizistinnen und Polizisten die Kommunikation zwischen Hubschrauberstaffel und Einsatzkr&#228;ften am Boden. Im Rahmen einer Diplom-/Masterarbeit soll eine Feldstudie mit drei Versuchsgruppen konzipiert und durchgef&#252;hrt werden, die die Auswirkung von virtuellen Trainingswelten auf die Handlungskompetenz von Einsatzkr&#228;ften evaluiert. Zentrales Messinstrument ist ein simulierter Einsatz, in dem die Versuchsteilnehmerinnen und Teilnehmer unter realen Bedingungen handeln m&#252;ssen. (Bildnachweis: tricat.net)</p>
<p><img class="alignnone" src="http://blog.moskaliuk.com/wp-content/uploads/2010/01/TriCAT_ViPol_Screenshot_107_CMYK-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /><img class="alignnone" src="http://blog.moskaliuk.com/wp-content/uploads/2010/01/TriCAT_ViPol_Screenshot_01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p>Die Arbeit ist in der Abteilung Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie an der Universit&#228;t T&#252;bingen angesiedelt. In Kooperation mit dem Institut f&#252;r Wissensmedien (IWM) und der Polizei Baden-W&#252;rttemberg ist die Diplomarbeit oder eine Praktikum in diesem Projekt ab sofort zu vergeben. <a href="http://www.iwm-kmrc.de/@@cached/b7128f10f22529028abff05b9b1e263557f44785/Ausschreibung_Diplomarbeit_VirtuellesTraining_Polizei.pdf">Mehr Infos</a></p>
<p style="text-align: center;">
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		<title>Twitter systemtheoretisch betrachtet &#124; ein Rahmenmodell</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/twitter-systemtheoretisch-betrachtet-ein-rahmenmodell/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 20:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Jan Schmidt (2009) stellt in seinem Blog eine Abbildung zur Diskussion, mit der er “die spezifische Architektur des Kommunikationsraums von Twitter visualisieren” m&#246;chte. Das finde ich eine spannende Idee und stelle hiermit eine alternative Konzeption vor, die auf dem Ko-Evolutionsmodell von Cress und Kimmerle (2008) basiert. Die Idee des Ko-Evolutionsmodells ist die systemtheoretische Annahme, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jan Schmidt (2009) stellt in seinem<a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/595"> Blog eine Abbildung zur Diskussion</a>, mit der er “die spezifische Architektur des Kommunikationsraums von Twitter visualisieren” m&#246;chte. Das finde ich eine spannende Idee und stelle hiermit eine alternative Konzeption vor, die auf dem <a href="http://blog.moskaliuk.com/research-blogging-als-video/">Ko-Evolutionsmodell</a> von Cress und Kimmerle (2008) basiert. Die Idee des Ko-Evolutionsmodells ist die systemtheoretische Annahme, das Lernen und gemeinsame Wissenskonstruktion als gemeinsame Entwicklung von kognitiven Systemen und sozialen Systemen verstanden werden kann. Beide Systeme beeinflussen sich gegenseitig (sie st&#246;ren sich) und regen einander zur Weiterentwicklung an.</p>
<div style="text-align: left; padding: 3px;"><a title="photo sharing" href="http://www.flickr.com/photos/moskaliuk/4204311310/"><img style="border: solid 2px #000000;" src="http://farm5.static.flickr.com/4004/4204311310_a44b56a782.jpg" alt="" /></a></div>
<p>Anders als bei dem Vorschlag von Jan Schmidt, nehme ich keine zwei Systeme („Sp&#228;ren“) an, die der Verfolgten und der Follower, sondern gehe von einem sozialen System twitter.com. Dieses soziale System ist durch seine Systemgrenzen definiert, n&#228;mlich durch die Differenz zwischen System und Umwelt und operiert im Modus „schriftliche Kommunikation in 140 Zeichen“.  Zweiter wichtiger Baustein ist das kognitive System eines Nutzers,  gekennzeichnet durch Operationen wie Denken, Wahrnehmen, Probleml&#246;sen. In der Abbildung habe ich das kognitive System des Nutzers vereinfachend „me“ genannt. Beide Systeme („twitter.com“ und „me“) entwickeln sich zun&#228;chst unabh&#228;ngig voneinander dynamisch weiter (vgl. das Konzept der Autopoiesis). Wegen der operativen Geschlossenheit beider Systeme (beide Systeme operieren in unterschiedlichen Operationsmodi) kann es nicht zu einem direkten Austausch von Informationen kommen. Die beiden Systeme k&#246;nnen nur in einen Austausch miteinander treten, in dem sich gegenseitig st&#246;ren (vgl. das Konzept der strukturellen Kopplung) und die Operationsweise des anderen Systems „imitieren“ und sich auf den gemeinsamen Modus „ schriftliche Kommunikation in 140 Zeichen“ einigen. Dann entscheidet ein bin&#228;rer Code dar&#252;ber ob etwas Teil des Systems wird oder nicht. Ich unterscheide input codes (die entscheiden ob etwas empfangen wird) von output codes (solche die entscheiden, ob etwas gesendet wird). Diese bin&#228;ren Codes entsprechen dem, was Jan Schmidt als Selektionen bezeichnet.</p>
<p>Der erste Code entscheidet, ob Kommunikation prinzipiell m&#246;glich w&#228;re: Austausch findet nur statt, wenn ich jemanden folge (input) und jemand mir folgt (output). Der zweite Code bezieht sich auf die Frage ob eine Nachricht wahrgenommen (input) bzw. abgesendet wird (output). Der dritte Code entscheidet &#252;ber ob eine Information anschlussf&#228;hig ist, also in das System integriert wird. Die drei Codes sind in meinem Modell hierarchisch angelegt. Erst wenn alle drei Codes durchlaufen sind, wird eine Information Teil eines Systems. Bei allen drei Codes wird die also doppelte Kontingenz deutlich, die erst &#252;berwunden werden muss, damit Kommunikation stattfindet. Mit diesen drei Codes l&#228;sst sich auch modellieren, wann eine Informationen aus den Kreis meiner Verfolgten von mir an meine Follower gesandt wird. Hierzu kann zum Bespiel der Code &#8220;Senden&#8221; um weitere Selektionskriterien erg&#228;nzt werden, z.B. die Aktualit&#228;t des Themas, den Neuheitswert f&#252;r die Follower oder die eigene Kompetenz in Bezug auf das Thema.</p>
<p>Soviel in aller K&#252;rze, zum Schluss: Ich freue mich auf Kommentare, Anregungen, Feedback.</p>
<p><em>References</em></p>
<p><span>Schmidt, Jan (2009). <span style="font-style: italic;">&#214;ffentlichkeiten und Informationsselektion bei Twitter</span>. Retrieved December 21, 2009, from Schmidt mit Dete Web site: http://www.schmidtmitdete.de/archives/595</span></p>
<p>Cress, U., &amp; Kimmerle, J. (2008). A Systemic and Cognitive view on Collaborative Knowledge Building with Wikis. <em>International Journal of Computer-Supported Collaborative Learning, 3 (2)</em>, 105-122.</p>
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		<title>Arbeitsbericht Arbeitskreis E-Learning in Second Life</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/arbeitsbericht-arbeitskreis-e-learning-in-second-life/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Onlineforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Second Life]]></category>
		<category><![CDATA[second]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber den Arbeitskreis E-Learning in Second Life habe ich schon mal berichtet. Der Arbeitskreis trifft sich regelm&#228;&#223;ig jeden 2.Donnerstag im Monat in Second Life, die Termine werden jeweils bei sltalk.de angek&#252;ndigt. Jetzt gibt es einen &#220;berblick &#252;ber die Aktivit&#228;ten der ersten vier Monate als kostenlosen Arbeitsbericht.
In der Presseinfo zum Arbeitsbericht hei&#223;t es:
&#8220;&#220;ber 50 Expertinnen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber den Arbeitskreis E-Learning in Second Life habe ich schon mal berichtet. Der Arbeitskreis trifft sich regelm&#228;&#223;ig jeden 2.Donnerstag im Monat in Second Life, die Termine werden jeweils bei sltalk.de angek&#252;ndigt. Jetzt gibt es einen &#220;berblick &#252;ber die Aktivit&#228;ten der ersten vier Monate als<a href="http://www.sltalk.de/akb1.pdf "> kostenlosen Arbeitsbericht.</a></p>
<p>In der <a href="http://www.sltalk.de/index.php/2009/12/09/presseinformation-%E2%80%93-09-dezember-2009-arbeitskreis-%E2%80%9Ee-learning-in-virtuellen-welten%E2%80%9C-legt-ersten-arbeitsbericht-vor/">Presseinfo z</a>um Arbeitsbericht hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#220;ber 50 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre evaluieren seit Juli 2009 auf Einladung von SLTalk &amp; Partner das Potenzial virtueller Welten f&#252;r erfolgreiches E-Learning. Zu den Impulsgebern und Mitgliedern geh&#246;ren unter anderem Forscherinnen und Forscher des Institutes f&#252;r Wissensmedien in T&#252;bingen und des Fraunhofer Institutes IPA.</p>
<p>Der aktuelle Bericht dokumentiert die Aktivit&#228;ten der ersten Arbeitskreissitzungen rund um die Themen Sprachtraining, Brandsimulation, Gesundheitsaufkl&#228;rung, Kognitionsforschung und Prozessvisualisierung im  3D-Internet. F&#252;r das Jahr 2010 ist die Erstellung eines Whitepapers &#252;ber E-Learning in Second Life geplant.</p></blockquote>
<p>Der aktuelle Arbeitsbericht &#8220;E-Learning in virtuellen Welten&#8221; kann im<br />
Internet unter http://www.sltalk.de/akb1.pdf kostenfrei als PDF herunter<br />
geladen werden.</p>
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		<title>Seminar Computer Supported Collaborative Learning &#124; Wikiversity</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/seminar-computer-supported-collaborative-learning-wikiversity/</link>
		<comments>http://blog.moskaliuk.com/seminar-computer-supported-collaborative-learning-wikiversity/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 16:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wikis]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikis sind sehr hilfreich zur Organisation von Lehrveranstaltungen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Dieses Semester probiere ich aus, ein &#246;ffentliches Wiki,  einen Kurs in der Wikiversity, einzusetzen. Nicht nur zur Organisation der Lehrveranstaltung, sondern auch als Medium zur gemeinsamen Konstruktion von Wissen: Die Teilnehmerinnen sollen das Wiki nutzen, um Wissen &#252;ber Grundlagenthemen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wikis sind sehr hilfreich zur Organisation von Lehrveranstaltungen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Dieses Semester probiere ich aus, ein &#246;ffentliches Wiki,  einen Kurs in der Wikiversity, einzusetzen. Nicht nur zur Organisation der Lehrveranstaltung, sondern auch als Medium zur gemeinsamen Konstruktion von Wissen: Die Teilnehmerinnen sollen das Wiki nutzen, um Wissen &#252;ber Grundlagenthemen in Kleingruppen zu erarbeiten und f&#252;r die anderen aufzubereiten.</p>
<p>Heute geht es los mit der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen im Wiki. Erst in Gruppen, die einen Grundlagentext lesen und ggf. weitere Quellen heranziehen, dann in einem gegenseitigen Reviewprozess. Interessant wird das Ganze, wenn sich andere einmischen, nachfragen oder kritisieren. <strong>Deshalb die herzliche Einladung: St&#246;rt uns! </strong>Hier geht&#8217;s zum Kurs: <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:CSCL">http://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:CSCL</a></p>
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		<title>3D-E-Learning in Second Life  &#8211; Informationsveranstaltung in Stuttgart</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/3d-e-learning-in-second-life-informationsveranstaltung-in-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Second Life]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. November 2009 findet von 11 bis 16 Uhr eine Informationsveranstaltung f&#252;r Bildungseinrichtungen zum Thema “3D-E-Learning in Second Life” in Stuttgart bei der MFG statt. Die Verstanstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis E-Learning und SLTalk von der MFG Baden-W&#252;rttemberg veranstaltet.  Sie ist der Auftakt zu einer virtuelle Seminarreihe mit begleitendem Online-Studium &#252;ber die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. November 2009 findet von 11 bis 16 Uhr eine Informationsveranstaltung f&#252;r Bildungseinrichtungen zum Thema “3D-E-Learning in Second Life” in Stuttgart bei der <a href="http://http://www.secondlife.mfg-innovation.de/?p=411">MFG</a> statt. Die Verstanstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis E-Learning und SLTalk von der MFG Baden-W&#252;rttemberg veranstaltet.  Sie ist der Auftakt zu einer virtuelle Seminarreihe mit begleitendem Online-Studium &#252;ber die Lernplattform Moodle. Die Informationsveranstaltung am Donnerstag in Stuttgart ist kostenlos, danach ist eine verbindliche Anmeldung f&#252;r das kostenpflichtige Online-Seminar m&#246;glich. Die Teilnahmegeb&#252;hr f&#252;r die virtuelle Seminarreihe vom 18. November 2009 bis 13. Januar 2010 betr&#228;gt 350 Euro.</p>
<p>Ich bin am Nachmittag zu Gast bei der Veranstaltung und berichte &#252;ber das Institut f&#252;r Wissensmedien in Second Life und &#252;ber M&#246;glichkeiten, Second Life als Bildungsmedium einzusetzen.</p>
<p>Weitere Infos gibt es online: <a href="http://www.sltalk.de/wp-content/uploads/2009/09/E-Learning_09_09_10.pdf" target="_blank">http://www.sltalk.de/wp-content/uploads/2009/09/E-Learning_09_09_10.pdf</a></p>
<p>Anmeldung &#252;ber XING: <a href="https://www.xing.com/events/bildung-second-life-397969">https://www.xing.com/events/bildung-second-life-397969</a></p>
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		<title>Ein Herz f&#252;r Blogs</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[web-2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aktion finde gut, die Verlinkung einzelner Blogs ist ganz wesentlich f&#252;r eine spannenden Blogosph&#228;re, in der man immer wieder mal auch auf Interessantes &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus aufmerksam wird. Deshalb drei Leseeempfehlungen; Blogs, die ich gut finde, nicht nur weil ich die Autoren dahinter pers&#246;nlich kenne.
In Sachen Second Life und virtuelle Welten mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aktion finde gut, die<a href="http://www.misterhonk.de/blog/2350/ein-herz-fuer-blogs-2/"> Verlinkung</a> <a href="http://www.webzweipunktnull.de/2009/10/ein-herz-fuer-blogs-meine-blogtipps/">einzelner Blogs </a>ist ganz wesentlich f&#252;r eine spannenden Blogosph&#228;re, in der man immer wieder mal auch auf Interessantes &#252;ber den eigenen Tellerrand hinaus aufmerksam wird. Deshalb drei Leseeempfehlungen; Blogs, die ich gut finde, nicht nur weil ich die Autoren dahinter pers&#246;nlich kenne.</p>
<p>In Sachen Second Life und virtuelle Welten mein Favorit ist <a href="http://sltalk.de">sltalk.de</a>. Das Team um Andreas Mertens betreibt einen inhaltlich gut gemachten Blog. Nicht wirklich gef&#228;llt mir das Layout, f&#252;rs Lesen im Feedreader ist das aber unerheblich. &#220;ber den Eintrag von <a href="http://http://www.sltalk.de/index.php/2009/10/16/ein-herz-fur-blogs/">Tobias W&#252;rtz </a>wurde ich auch auf die Aktion &#8220;<a href="http://stylespion.de/ein-herz-fuer-blogs-2-am-16102009/4918/">Ein Herz f&#252;r Blogs</a>&#8221; aufmerksam.</p>
<p>Zweiter Lesetipp ist der Blog von<a href="http://www.e-teaching.org/news/eteaching_blog"> e-teaching.org</a>. Die Kollegen (unter anderen<a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/"> Joachim Wedekind</a>) sind beim Thema elearning und eteaching auf dem neusten Stand und bloggen &#252;ber Konferenzen, Stellenausschreiben, Tools und Verstanstaltungen. Leider fehlt zu einem richtigen Blog noch die Komponente &#8220;Eigene Meinung&#8221;, was sich auch daran zeigt, dass es wenig Kommentare im Blog gibt.</p>
<p>Und meine dritte Empfehlung: <a href="http://blog.scholarz.net/">scholarz.net</a>. Die Macher betreiben die Plattform scholarz, <a href="http://blog.moskaliuk.com/scholarznet-wissenschaftliches-arbeiten-im-web-20/">ein Tool, dass Community und </a>Literaturdatenbank vereint. Das Team von Daniel Koch hat im Rahmen eines Forschungsprojekts die Software entwickelt und vermarktet dieses nun mit eigenem Unternehmen. Das Design gef&#228;llt mir sehr gut, au&#223;erdem viele Pluspunkte f&#252;r Beitr&#228;ge, die sich nicht nur um das eigene Unternehmen drehen.</p>
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		<title>Effektiver Einsatz von Wikis: Der Nutzer profitiert von der Beteiligung am Wiki</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 08:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogparade Wiki]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute der letzte Teil der Blogreihe zum Effektiven Einsatz von Wikis.
Nachdem im vorherigen Beitr&#228;gen die organisationalen Rahmenbedingungen thematisiert wurden, wird jetzt auf individuelle oder personale Faktoren eingegangen, die f&#252;r den Erfolg eines Wikis wesentlich sind. Nicht ber&#252;cksichtigt werden dabei Faktoren, die in der Pers&#246;nlichkeit eines Individuums liegen, z. B. der Intelligenz, dem Grad der Extravertiertheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute der letzte Teil der <a href="http://blog.moskaliuk.com/blogreihe-effektiver-einsatz-von-wikis/">Blogreihe zum Effektiven Einsatz von Wikis</a>.</p>
<p>Nachdem im vorherigen Beitr&#228;gen die <a href="http://blog.moskaliuk.com/die-organisationskultur-foerdert-offenheit-und-partizipation/">organisationalen Rahmenbedingungen</a> thematisiert wurden, wird jetzt auf individuelle oder personale Faktoren eingegangen, die f&#252;r den Erfolg eines Wikis wesentlich sind. Nicht ber&#252;cksichtigt werden dabei Faktoren, die in der Pers&#246;nlichkeit eines Individuums liegen, z. B. der Intelligenz, dem Grad der Extravertiertheit oder dem Bed&#252;rfnis nach Struktur. Auch wenn diese Unterschiede zwischen Individuen nat&#252;rlich Einfluss auf die Beteiligung eines einzelnen Mitglieds an einem Wiki haben, k&#246;nnen sie nur schwer durch allgemeine Ma&#223;nahmen – organisationaler oder technischer Art – ver&#228;ndert oder verst&#228;rkt werden. Beschrieben werden hier deshalb als personale Faktoren die Relevanz der Inhalte des Wikis f&#252;r die eigene Arbeit, die M&#246;glichkeit, Spa&#223; und Interesse an der Mitarbeit am Wiki zu haben, und die Schulung einer spezifischen Medienkompetenz. Thematisiert wird, wie wichtig es ist, R&#252;ckmeldungen von anderen Nutzern zu erhalten und sich selbst als kompetent zu erleben.</p>
<p><strong>Die Inhalte des Wikis sind relevant f&#252;r die Praxis</strong></p>
<p>Ein positives Kosten-Nutzenverh&#228;ltnis ist ein entscheidender Faktor f&#252;r die Partizipation von Nutzern an Wikis. Die Relevanz der Inhalte des Wikis f&#252;r die eigene Arbeit ist hier als wesentlicher Nutzenfaktor zu sehen. Erlebt der Nutzer, dass ihn die Informationen im Wiki bei der t&#228;glichen Arbeit unterst&#252;tzen, wertvolle Quellen oder Ansprechpartner aufzeigen oder aufwendige eigene Recherchen ersparen, erh&#246;ht das die Motivation, auch das eigene Wissen bereitzustellen. Im besten Fall erlebt der Nutzer die Beteiligung am Wiki als eine Arbeitserleichterung, z. B. weil Arbeitsabl&#228;ufe effizienter und schneller sind, doppelte Arbeiten vermieden oder Informationen schneller gefunden werden. Klar ist, dass in der Anfangsphase, die Beteiligung am Wiki zun&#228;chst zus&#228;tzlichen Arbeitsaufwand bedeutet, z. B. weil vorhandene Informationen &#252;bertragen werden m&#252;ssen, neue Abl&#228;ufe sich erst einspielen m&#252;ssen oder das Einarbeiten in ein neues Werkzeug aufwendig ist. Es kommt darauf an, dass der pers&#246;nliche Nutzen, den die Mitglieder aus der Beteiligung am Wiki ziehen, langfristig &#252;berwiegt und – wo dies nicht der Fall ist – der Einsatz des Wikis oder die Rahmenbedingungen &#252;berdacht und korrigiert werden.</p>
<p>Um sicherzustellen, dass die Inhalte des Wikis praxisrelevant sind, sind zwei weiter oben bereits beschriebene Aspekte zentral. Zum einen sollten die sp&#228;teren Benutzer des Wikis fr&#252;hzeitig in die Konzeption des Wikis mit einbezogen werden, um deren Bed&#252;rfnisse und Anforderungen zu kennen und ber&#252;cksichtigen zu k&#246;nnen. Wo dies nicht erw&#252;nscht oder m&#246;glich ist, sollte zumindest eine sp&#228;tere Korrektur der Konzeption m&#246;glich sein. Zum anderen erm&#246;glicht die offene Struktur des Wikis den Nutzern, wichtige und f&#252;r sie relevante Themengebiete in das Wiki mit aufzunehmen und das Wiki umzustrukturieren und zu erg&#228;nzen.</p>
<p><strong>Die Beteiligung am Wiki macht Spa&#223;  und geschieht aus Interesse am Thema</strong></p>
<p>Idealerweise macht die Beteiligung am Wiki den Nutzern Spa&#223;. Das kann zum einen aufgrund des allgemeinen oder speziellen Interesses an dem Thema des Wikis der Fall sein – oder, weil die Arbeit an dem Wiki selbst Spa&#223; macht. Das wird im Kapitel 5 unter den &#220;berschriften <em>Flow-Erleben</em> und <em>Thematisches Interesse</em> n&#228;her beschrieben. Eine wesentliche Voraussetzung f&#252;r das Erleben von Flow ist, dass die T&#228;tigkeit genau den Schwierigkeitsanforderungen eines Nutzers entspricht, also weder zu leicht noch zu anspruchsvoll ist. Daraus ergibt sich, dass die Mitglieder gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Freiheit haben sollen, zu w&#228;hlen, wie sie sich ins Wiki einbringen wollen. So mag es dem einen Nutzer Spa&#223; machen, die Texte des Wikis auf Rechtschreib- und Zeichenfehler zu korrigieren, ein anderer feilt gerne an treffenden und verst&#228;ndlichen Formulierungen, wieder ein anderer schreibt gerne und schnell einen groben &#220;berblick &#252;ber ein Themengebiet oder strukturiert einen Artikel vor. Eine zu starke Vorgabe von Struktur und Aufgaben kann dazu f&#252;hren, dass urspr&#252;nglich intrinsisch motivierte Nutzer sich an zu starken Vorgaben st&#246;ren und ihre Beteiligung zur&#252;cknehmen. &#196;hnliches gilt f&#252;r das Interesse am Thema: Die einzelnen Mitglieder eines Wikis sollten die M&#246;glichkeit haben, sich entsprechend ihren Interessen und Kompetenzen einbringen zu k&#246;nnen. Dazu geh&#246;rt auch die Offenheit, neue Themen oder Inhalte ins Wiki mit aufnehmen zu k&#246;nnen, die in der urspr&#252;nglichen Konzeption oder der aktuellen Struktur des Wikis nicht vorgesehen waren.</p>
<p><strong>Die Nutzer erwerben spezifische Medienkompetenz</strong></p>
<p>Ob ein Nutzer sich motiviert an einem Wiki beteiligt, Spa&#223; an der Mitarbeit entwickelt und dabei selbst von der Mitarbeit am Wiki profitiert, h&#228;ngt auch davon ab, wie kompetent und sicher der Umgang mit dem Werkzeug Wiki m&#246;glich ist. Eine Voraussetzung daf&#252;r ist die weiter oben beschriebene Bedienfreundlichkeit des Wikis, die eine einfache und intuitive Nutzung erlaubt. Auch die Verf&#252;gbarkeit einer guten Hilfefunktion oder eines gut lesbaren Handbuchs tr&#228;gt dazu bei, dass die Nutzer das Werkzeug Wiki kompetent nutzen k&#246;nnen. Da umfangreiche Handb&#252;cher oder eine komplexe Hilfefunktion abschreckend wirken k&#246;nnen und bei unerfahrenen Nutzern den Eindruck erwecken, die Bedienung des Wikis sei sehr kompliziert, kann eine Kurzhilfe hilfreich sein. Diese Kurzhilfe fasst sehr kurz und &#252;bersichtlich die wesentlichen und grundlegendsten Funktionen zusammen und erleichtert neuen Nutzern den Einstieg. Erfolgt die Formatierung und Strukturierung des Textes mit Hilfe von Tags, die eingegeben werden m&#252;ssen, ist eine &#220;bersicht &#252;ber die wichtigsten Tags und Befehle wichtig, die der Nutzer ausdrucken und neben die Tastatur legen kann.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus k&#246;nnen auch direkte Ansprechpartner f&#252;r Bedienschwierigkeiten oder Probleme neuen Benutzern die Einarbeitung erleichtern. Bew&#228;hren kann sich ein Mentorenprogramm, in dem neue Mitglieder von erfahrenen und l&#228;nger aktiven Mitgliedern betreut werden. Dabei hat ein neues Mitglied als Mentee einen festen Mentor, der beim Einstieg begleitet und f&#252;r Fragen offen ist. Hilfreich kann es auch sein, Einf&#252;hrungsschulungen in die Bedienung des Wikis zu geben, in der die Bedienung des Wikis nicht nur erkl&#228;rt und vorgestellt wird, sondern auch unter Anleitung ge&#252;bt werden kann. In vielen F&#228;llen wird durch das aktive Ausprobieren unter Anleitung erst klar werden, dass die Bedienung des Wikis tats&#228;chlich einfach und intuitiv m&#246;glich ist und auch von unerfahrenen Nutzern schnell erlernt wird. Auf die didaktische Gestaltung solcher Einf&#252;hrungsschulungen soll hier nicht weiter eingegangen werden. Klar sollte aber sein, dass sie auf die Zielgruppe und den Einsatzzweck des Wikis abgestimmt sein m&#252;ssen. Grunds&#228;tzlich sollten sie weniger frontal Informationen vermitteln, als vielmehr Raum f&#252;r das Ausprobieren der M&#246;glichkeiten des eingesetzten Wikis lassen.</p>
<p>Das bis hier Beschriebene bezieht sich zun&#228;chst nur auf die technische Seite und die Vermittlung einer Kompetenz im Bezug auf die funktionalen bzw. technologischen Komponenten eines Wikis. Genau so wichtig kann es sein, den Nutzern eine Medienkompetenz im Bezug auf die Integration des Wikis in die eigenen Arbeitsabl&#228;ufe und einen effektiven Einsatz des Wikis zu vermitteln. So wird es z. B. den einen oder anderen &#220;berwindung kosten, einen unfertigen, fragment-artigen Text mit den anderen Mitglieder zu teilen, leere Wiki-Seiten anzulegen oder einen nur durch &#220;berschriften vorstrukturierten Text im Wiki zu ver&#246;ffentlichen. Das Prinzip der einfachen Zug&#228;nglichkeit und Offenheit von Wissen und Information kann f&#252;r Nutzer, die es gewohnt sind, dass die Inhalte der eigenen Festplatte nicht von anderen einsehbar sind, zun&#228;chst ungewohnt sein. Auch die Anforderung, Texte anderer Mitglieder zu editieren und zu ver&#228;ndern, kann zun&#228;chst der gewohnten Arbeitsweise widersprechen. Neben einer Ermutigung, sich auf das Prinzip Wiki einzulassen, ist aber auch ein st&#228;ndiges &#220;ben und Probieren neuer Arbeitsweisen wichtig und hilfreich.</p>
<p><strong>Der Nutzer erlebt sich als kompetent</strong></p>
<p>Das Erleben der Kompetenz hat zwei Aspekte: Zum einen geht es um die bereits weiter oben beschriebenen M&#246;glichkeit f&#252;r den einzelnen Nutzer, seine Erfahrung und Expertise im Wiki darzustellen, sich so als kompetent zu erleben und von der Teilnahme am Wiki zu profitieren. Dazu geh&#246;ren auch R&#252;ckmeldungen, die der Nutzer von anderen Mitgliedern erh&#228;lt, die einen Beitrag im Wiki hilfreich, gut oder verst&#228;ndlich finden. Diese Form des Kompetenzerlebens kann durch eine Vielzahl der weiter oben geschilderten M&#246;glichkeiten sichergestellt werden.</p>
<p>Zum anderen bezieht sich das Erleben der Kompetenz auf die Wahrnehmung einer eher funktionalen Selbstwirksamkeit – also der Tatsache, dass der Nutzer sich in der Bedienung des Wikis als sicher und effizient erlebt. Damit ist auch gemeint, dass der Nutzer das Gef&#252;hl hat, die technische Funktionsweise des Wikis zu verstehen und mit seinen Bedieneingaben schnell und ohne Fehler zum Ziel zu kommen. Das ist z. B. der Fall, wenn der Nutzer eine komplizierte Tabelle im Wiki gut lesbar formatieren oder das Erstellen einer &#252;bersichtlichen Linkliste erledigen kann. Hier greifen die schon beschriebenen Ma&#223;nahmen der allgemeinen Bedien- und Benutzerfreundlichkeit und die M&#246;glichkeiten, eine spezifische Medienkompetenz im Umgang mit Wikis sicherzustellen.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt ist, dass der Nutzer das Wiki selbst als erfolgreich und gewinnbringend wahrnimmt. Dazu geh&#246;rt auch die R&#252;ckmeldung &#252;ber den Erfolg des Wikis innerhalb des Unternehmens. Das k&#246;nnen einmal harte Fakten wie die Anzahl der Nutzer oder der Artikel, die durch die Wikinutzung eingesparte Arbeitszeit oder gar finanzielle Einsparungen sein. Zentraler ist aber die R&#252;ckmeldung &#252;ber <em>weiche Faktoren</em>, also zum Beispiel die erfolgreiche Vernetzung von zwei Unternehmensbereichen, die Ver&#246;ffentlichung eines gemeinsam erstellen Handbuchs oder die Annahme eines im Wiki erarbeiteten Projektentwurfs.</p>
<p>Dieser Blogbeitrag ist leicht gek&#252;rzt mit freundlicher Genehmigung des <a href="https://shop.strato.de/epages/61236266.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61236266/Products/978-3-940317-29-2">VWH – Verlages</a> der folgenden Publikation entnommen: Moskaliuk, J. (2008). Effektiver Einsatz von Wikis. In J. Moskaliuk (Ed.), <em>Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis</em> (pp. 83-112). Boizenburg: Verlag Werner H&#252;lsbusch.</p>
<p>Weitere Beitr&#228;ge der Reihe:</p>
<p>1. <a href="http://blog.moskaliuk.com/effektiver-einsatz-von-wikis-das-wiki-kann-einfach-und-intuitiv-genutzt-werden/">Das Wiki kann einfach und intuitiv genutzt werden.</a> (21.08.2008)<br />
2. <a href="http://blog.moskaliuk.com/effektiver-einsatz-von-wikis-die-struktur-des-wikis-foerdert-die-konstruktion-von-wissen/">Die Struktur des Wikis f&#246;rdert die Konstruktion von Wissen.</a> (26.08.2008)<br />
3. <a href="http://blog.moskaliuk.com/effektiver-einsatz-von-wikis-das-wiki-ist-in-die-ablaeufe-und-struktur-der-organisation-integriert/">Das Wiki ist in die Abl&#228;ufe und Struktur der Organisation integriert.</a> (02.09.2008)<br />
4. <a href="http://blog.moskaliuk.com/effektiver-einsatz-von-wikis-der-nutzer-nimmt-sich-als-teil-der-community-wahr/">Der Nutzer nimmt sich als Teil der Community wahr.</a> (23.09.2008)<br />
5. <a href="http://blog.moskaliuk.com/der-nutzer-nimmt-sich-als-wichtiges-mitglied-der-community-wahr/">Der Nutzer nimmt sich als wichtiges Mitglied der Community wahr.</a> (21.10.2008)<br />
6. <a href="http://blog.moskaliuk.com/die-organisationskultur-foerdert-offenheit-und-partizipation/">Die Organisationskultur f&#246;rdert Offenheit und Partizipation.</a> (10.09.2009)<br />
7. Der Nutzer profitiert von der Beteiligung am Wiki.<a href="http://http://blog.moskaliuk.com/effektiver-einsatz-von-wikis-der-nutzer-profitiert-von-der-beteiligung-am-wiki/"></a> (08.10.2009)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Effektiver Einsatz von Wikis: Die Organisationskultur f&#246;rdert Offenheit und Partizipation.</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/die-organisationskultur-foerdert-offenheit-und-partizipation/</link>
		<comments>http://blog.moskaliuk.com/die-organisationskultur-foerdert-offenheit-und-partizipation/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 06:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogparade Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[web-2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wikis]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Der WissensWert Blog Carnival Nr. 7 ist eine gute M&#246;glichkeit, endlich meine Blogreihe Effektiver Einsatz von Wikis zu vervollst&#228;ndigen. Deshalb heute Teil 6.
Wie in den vorherigen Beitr&#228;gen bereits thematisiert wurde, ist ein Wiki nicht losgel&#246;st vom Kontext einer Organisation oder eines Projekts zu sehen. Der Erfolg eines Wikis h&#228;ngt auch von Faktoren ab, die nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px; float: left;" title="Wissenswert  Blog-Carnival Nr. 7" src="http://blog.moskaliuk.com/wp-content/uploads/2009/09/wissenswert.gif" alt="Wissenswert  Blog-Carnival Nr. 7" width="100" height="100" />Der WissensWert <a href="http://wissenswert.iwi.unisg.ch/?p=716">Blog Carnival Nr. 7 </a>ist eine gute M&#246;glichkeit, endlich meine Blogreihe <a href="http://blog.moskaliuk.com/blogreihe-effektiver-einsatz-von-wikis/">Effektiver Einsatz von Wikis</a> zu vervollst&#228;ndigen. Deshalb heute Teil 6.</p>
<p>Wie in den <a href="http://blog.moskaliuk.com/blogreihe-effektiver-einsatz-von-wikis/">vorherigen Beitr&#228;gen</a> bereits thematisiert wurde, ist ein Wiki nicht losgel&#246;st vom Kontext einer Organisation oder eines Projekts zu sehen. Der Erfolg eines Wikis h&#228;ngt auch von Faktoren ab, die nicht oder nur indirekt mit dem Wiki als Software-Werkzeug zusammenh&#228;ngen. Hier spielt der organisationale Rahmen und die Organisationskultur eine wesentliche Rolle. Dabei sind nicht nur formale oder institutionalisierte Organisationen gemeint, auch eine Community wie die Wikipedia ist im weitesten Sinne als Organisation zu bezeichnen, deren Strukturen und Hierarchien das Wiki beeinflussen. Organisationskultur und Wiki beeinflussen sich stets gegenseitig. Schon die Entscheidung, ein partizipatives und offenes Werkzeug zur Zusammenarbeit zu nutzen und allen Mitgliedern weitgehende Bearbeitungsrechte zu erlauben, hat Einfluss auf die Unternehmens- oder Organisationskultur.</p>
<p>Gleichzeitig ist es damit nicht getan: Nur weil ein Werkzeug eingesetzt wird, das potentiell eine gleichberechtigte Kommunikation zwischen den Community- oder Organisationsmitgliedern erm&#246;glicht, ver&#228;ndert sich damit nicht zwangsl&#228;ufig auch der Umgang mit Wissen und Informationen in einer Organisation. Eine zu starre, restriktive und hierarchische Organisationskultur kann sogar verhindern, dass Mitglieder sich an einem Wiki beteiligen. In den n&#228;chsten Abschnitten werden deshalb Aspekte einer Organisationskultur beschrieben, die die effektive Wissenskonstruktion und -kommunikation mit Wikis beeinflussen. Zuerst wird auf die &#220;berzeugung eingegangen, dass die Auseinandersetzung mit den Positionen und Meinungen anderer und die Explikation der eigenen Position den individuellen Wissenszuwachs f&#246;rdern und zur Bildung von neuem Wissen in der Organisation beitragen. Anschlie&#223;end werden die F&#246;rderung der Selbstbestimmung und die Freiwilligkeit als wesentliche Faktoren beschrieben.</p>
<p><strong>Die Auseinandersetzung mit anderen Positionen wird gef&#246;rdert </strong><br />
Wesentlich ist, dass die Organisation, in der ein Wiki eingesetzt wird, die Auseinandersetzung mit anderen, auch gegenteiligen Positionen als wertvoll und wichtig ansieht. Sind z.B. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens es gew&#246;hnt, dass von der Leitungsebene detaillierte Verfahrensanweisung oder Handb&#252;cher vorgegeben werden, wird es zun&#228;chst auf Verwunderung sto&#223;en, wenn sie auf einmal angehalten sind, selbst bei der Entwicklung oder Verbesserung von Verfahren oder Prozessen mitzuwirken.  Dabei ist eine Erfolgsvoraussetzung, dass sich die Mitglieder einer Organisation trauen, andere gegens&#228;tzliche Meinungen zu vertreten, ohne Konsequenzen f&#252;rchten zu m&#252;ssen. Gleichzeitig ist es aber zentral f&#252;r eine gewinnbringende Diskussion innerhalb des Wikis, dass die Meinungen anderer respektiert und ber&#252;cksichtigt werden. Dazu geh&#246;rt auch, dass der Einzelne seine eigene Meinung aufgrund der &#220;berzeugungskraft anderer revidieren oder Fehler eingestehen kann, und dass das nicht als Schw&#228;che, sondern als notwendiger Teil eines effektiven Diskurses angesehen wird. Wesentlich ist, dass den Mitgliedern einer Organisation klar wird, dass die Auseinandersetzung mit den Positionen und Meinungen anderer den eigenen Wissenserwerb f&#246;rdert.</p>
<p><strong>Die Explikation eigener Positionen f&#246;rdert den eigenen Wissenszuwachs</strong></p>
<p>Das Bereitstellen von Informationen oder Wissen in einem Wiki ist nicht nur f&#252;r die anderen Nutzer interessant, sondern f&#246;rdert auch den Wissenszuwachs des schreibenden Mitglieds. Die Externalisierung der eigenen Position kann gleichzeitig eine Hilfe sein, tiefer zu elaborieren, die eigene Position zu durchdenken und damit neues Wissen zu erwerben. Wer gezwungen ist, das eigene Wissen f&#252;r andere verst&#228;ndlich darzustellen und aufzubereiten, lernt selbst etwas hinzu. Gleichzeitig f&#252;hrt die Verschriftlichung von Informationen dazu, dass Unstimmigkeiten und Widerspr&#252;che auffallen, die sonst vielleicht nicht klar geworden w&#228;ren. Da die ins Wiki eingestellten Informationen permanent verf&#252;gbar bleiben und ein Autor sich dessen in der Regel bewusst ist, kann das zu einem genaueren Durchdenken der eigenen Position f&#252;hren und damit den eigenen Wissenszuwachs f&#246;rdern. Die Medieneigenschaft der zeitlichen Permanenz kann zu qualitativ hochwertigeren Beitr&#228;gen f&#252;hren.</p>
<p>Da die Verschriftlichung und Explikation eigener Positionen und des eigenen Wissens zeitaufw&#228;ndig ist, ist es hilfreich, wenn F&#252;hrungskr&#228;fte und Verantwortliche innerhalb einer Organisation den Wert der Verschriftlichung und Externalisierung von Wissen f&#252;r den Autor selber, andere Mitglieder und die Organisation insgesamt betonen. Die Organisationskultur muss den Aufwand, der mit einer Externalisierung der eigenen Position verbunden ist als wichtig und notwendig rechtfertigen. Es sollte klar sein, dass die Organisation am Wissen der eigenen Mitglieder interessiert ist und deren Vielfalt anerkennt. Dazu geh&#246;rt auch, dass die Beteiligung am Wiki als Teil der Aufgaben der Mitglieder einer Organisation definiert wird. Was auf den ersten Blick der Forderung nach der Freiwilligkeit und Offenheit in Bezug auf die Beteiligung am Wiki widerspricht, ist ein ganz wesentlicher Faktor f&#252;r die erfolgreiche Integration eines Wikis in Struktur und Kultur einer Organisation. Gerade wenn es um das Wissensmanagement mit Wikis geht, muss klar sein, dass es f&#252;r die Organisation bzw. die anderen Mitglieder der Organisation zu den zentralen Pflichten geh&#246;rt, Wissen zu teilen und zu externalisieren sowie langfristig verf&#252;gbar zu machen. Daraus ergibt sich dann zwangsl&#228;ufig, dass daf&#252;r gen&#252;gend Arbeitszeit zur Verf&#252;gung stehen muss, die Mitarbeit am Wiki also nicht „Privatvergn&#252;gen“ oder l&#228;stige Pflicht am Rande ist, sondern ihren Platz im t&#228;glichen Arbeitsablauf hat.</p>
<p>Neben der oben beschriebenen zeitlichen Permanenz der Beitr&#228;ge, die eine Steigerung der Qualit&#228;t der einzelnen Beitr&#228;ge forcieren kann, kann auch die &#214;ffentlichkeit der Beitr&#228;ge, zumindest organisationsintern, den Wert der eigenen Arbeit steigern. W&#228;hrend z.B. Projektabschlussberichte oder Dokumentationen oft nur f&#252;r den Projektpartner oder Kunden erstellt werden und dann „in der Schublade“ verschwinden, sind Inhalte im Wiki langfristig verf&#252;gbar und k&#246;nnen von einer gro&#223;en Zahl interessierte Nutzer abgerufen werden, auch von solchen, die der Autor bei der Erstellung von Inhalten nicht prim&#228;r adressieren wollte. Dadurch vergr&#246;&#223;ert sich die potenzielle Leserschaft, die von den Inhalten eines Beitrages profitieren kann, was wiederum positive Auswirkungen auf die Motivation der Nutzer haben kann, sich zu beteiligen.</p>
<p><strong>Die Organisationskultur f&#246;rdert Selbstbestimmung und Freiwilligkeit</strong></p>
<p>Das Bed&#252;rfnis nach Selbstbestimmung kann als „von innen“ kommendes Bed&#252;rfnis beschrieben werden. Die Mitarbeit an einem Wiki geschieht idealerweise aufgrund von intrinsischer Motivation, die Mitglieder arbeiten freiwillig und selbstbestimmt an dem Wiki mit. Dabei wird die intrinsische Motivation durch die Wikiprinzipien gef&#246;rdert: Die Nutzer k&#246;nnen die Texte des Wikis ver&#228;ndern, Neues hinzuf&#252;gen oder Links setzten. Gleichzeitig kann die Organisationskultur diese Prinzipien unterst&#252;tzen und so die intrinsische Motivation der Mitglieder f&#246;rdern, sich an einem Wiki zu beteiligen. Eine ganze Reihe von M&#246;glichkeiten ergibt sich aus den vorherigen Abschnitten. So ist es zum Beispiel ein klares Signal und ein Hinweis auf die gelebte Organisationskultur, wenn die Mitarbeiter in die Konzeption des Wikis mit einbezogen werden und der Einsatz des Wikis nicht top down von oben vorgeschrieben wird, sondern bottom up von der Basis mit getragen wird. Auch eine Strukturierung des Wikis, die Raum f&#252;r Weiterentwicklung und eigene Ideen l&#228;sst, unterst&#252;tzt die intrinsische Motivation, sich einzubringen und macht klar, dass die Organisation die Verantwortung f&#252;r Inhalte und Struktur in die H&#228;nde der Mitglieder gibt. Dazu geh&#246;rt auch, dass es den Mitgliedern selbst &#252;berlassen bleibt, wann und in welchem Umfang, sie an einem Wiki arbeiten. Auch die Wahl der Themen, an denen sich die Mitglieder beteiligen m&#246;chten, sollte m&#246;glichst der Entscheidung des Einzelnen &#252;berlassen sein. Das schlie&#223;t nicht aus, dass grunds&#228;tzlich die Mitarbeit an einem Wiki als Arbeitsaufgabe definiert und z.B. das Bereitstellen des eigenen Wissens f&#252;r die anderen Mitglieder der Organisation erwartet wird.</p>
<p>Auch die weiter oben beschriebene Gestaltung flacher und flexibler Hierarchien und die damit verbundenen weitgehenden Benutzerrechte f&#252;r die Mitglieder im Wiki betreffen letztlich die Organisationskultur: Ist es innerhalb einer Organisation gew&#252;nscht, dass die Mitglieder direkt und ohne R&#252;cksicht auf hierarchische Unterschiede miteinander kommunizieren und Wissen austauschen? Klassische Intranetseiten eines Unternehmens werden oft von zentraler Stelle verwaltet, Inhalte werden in einem definierten Content Life Cycle freigegeben oder sind nur f&#252;r bestimmte Nutzergruppen einsehbar. Untere Hierarchieebenen informieren obere Ebenen &#252;ber Berichte und Protokolle, umgekehrt findet kein Informationsfluss statt. Hier hat der Einsatz von Wikis unter Umst&#228;nden gravierende Auswirkungen und muss gewollt und unterst&#252;tzt werden. Die blo&#223;e Installation eines Wikis und die Vorgabe, dieses System jetzt f&#252;r das Wissensmanagement einzusetzen, reichen hier nicht aus. Eine gefestigte Unternehmenskultur und festgefahrene Verhaltensweisen lassen sich nicht von einem Tag auf den anderen aufbrechen, die sorgf&#228;ltige Planung von begleitenden Organisationsentwicklungsma&#223;nahmen ist empfehlenswert. Auch wenn Ver&#228;nderungen hier auch von „innen heraus“ m&#246;glich sind, k&#246;nnen externe Berater und Supervisoren ein umfangreiches Ver&#228;nderungsmanagement enorm unterst&#252;tzen.</p>
<p>Es ist nicht hilfreich, zu starke externale oder gar monet&#228;re Anreize f&#252;r die Beteiligung an einem Wiki einzusetzen, um den Nutzenfaktor positiv zu beeinflussen. Ans&#228;tze, das Erstellen von Inhalten zum Beispiel mit Punkten zu belohnen, die sp&#228;ter als Gehaltszuschl&#228;ge oder andere geldwerte Vorteile ausbezahlt werden, sind in den seltensten F&#228;llen von Erfolg gekr&#246;nt. Vielmehr sind zwei Probleme zu beobachten: Zum einen steigt eher die Quantit&#228;t, als die Quanlit&#228;t der Beitr&#228;ge. Zum anderen kann die Beteiligung schlagartig einbrechen, wenn externalen Anreize wegfallen. Die M&#246;glichkeit, Anreize zu schaffen, die den Abruf einer Information durch einen anderen Nutzer belohnen oder die Belohnung von der Bewertung der Qualit&#228;t durch die anderen Nutzer abh&#228;ngig zu machen, tr&#228;gt zwar zur Erh&#246;hung der Qualit&#228;t bei, wird aber langfristig nicht von Erfolg gekr&#246;nt sein. Im schlimmsten Fall f&#252;hrt das zu einem Absinken der intrinsischen Motivation, dem Verlust von Interesse oder Spa&#223; an der Mitarbeit am Wiki und infolgedessen zu einer sinkenden Beteiligung.</p>
<p>Die einzelnen Blogbeitr&#228;ge sind auch im Kapitel 6 des Buches “Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis.” erschienen, das im Juli 2008 im Verlag Werner H&#252;lsbusch ver&#246;ffentlicht wurde. Die Ver&#246;ffentlichung hier im Blog geschieht mit freundlicher Genehmigung des Verlages.  Mehr Infos &#252;ber das Buch gibt es in <a href="http://blog.moskaliuk.com/wikibuch/">meinem Blog</a> oder im <a href="http://www.vwh-verlag.de/vwh/?p=242">Blog des Verlages.</a></p>
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		<title>Wikipedia und die &#214;ffentlichkeit</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/wikipedia-und-die-oeffentlichkeit/</link>
		<comments>http://blog.moskaliuk.com/wikipedia-und-die-oeffentlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 12:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich mich zur Idee eines unabh&#228;ngigen Wikipedia-Beirates ge&#228;u&#223;ert, als Kontrollgremium, das Verein und Administratoren in kritischen, und von der &#214;ffentlichkeit wahrgenommenen Problemf&#228;llen ber&#228;t. Die Idee passt zur Diskussion im Juni diesen Jahres) um den Versuch, Informationen &#252;ber David Rohde geheim zu halten und einen Wikipediaartikel &#252;ber ihn zu &#252;berarbeiten. Der “New [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mich zur Idee eines unabh&#228;ngigen <a href="http://blog.moskaliuk.com/wissenschaftlicher-beirat-fuer-die-wikipedia/">Wikipedia-Beirates</a> ge&#228;u&#223;ert, als Kontrollgremium, das Verein und Administratoren in kritischen, und von der &#214;ffentlichkeit wahrgenommenen Problemf&#228;llen ber&#228;t. Die Idee passt zur <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633181,00.html">Diskussion im Juni diesen Jahres)</a> <a href="http://www.heise.de/newsticker/Wikipedia-schuetzt-Entfuehrungsopfer--/meldung/141243">um</a> den <a href="http://freshzweinull.de/2009/06/personenschutz-oder-zensur-wikipedia-halt-informatioen-uber-entfuhrten-us-reporter-zuruck/">Versuch, </a>Informationen &#252;ber David Rohde geheim zu halten und einen Wikipediaartikel &#252;ber ihn zu &#252;berarbeiten. Der “New York Times”-Reporter war im November letzten Jahres in Afghanisten von Taliban entf&#252;hrt worden. Die New York Times versuchte, die Bedeutung des Reporters herunter zuspielen, die Entf&#252;hrung aus den aktuellen Nachrichten rauszuhalten und l&#246;schte z.B. den <a href="http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--200906295836.html">&#8220;Hinweis auf einen fr&#252;heren Arbeitgeber Rohdes [...], den Christian Science Monitor.&#8221;</a></p>
<p>Ob das tats&#228;chlich dazu beigetragen hat, dass <a href="http://freshzweinull.de/2009/06/personenschutz-oder-zensur-wikipedia-halt-informatioen-uber-entfuhrten-us-reporter-zuruck/">Rhode mittlerweile wieder frei</a> ist, kann nicht beantwortet werden. Es steht aber die Frage im Raum, ob diese Vorgehen der New York Times mit Hilfe eines Teams aus Wikipedia-Administratoren um Jimmy Wales gerechtfertig ist oder unter dem Vorzeichen &#8220;Zensur&#8221; kritisch betrachtet werden muss.</p>
<p>Zun&#228;chst ist f&#252;r mich v&#246;llig selbst verst&#228;ndlich, dass wir in einer Demokratie immer abw&#228;gen zwischen dem berechtigten Interesse der &#214;ffentlichkeit auf Informationen und den Interessen eines einzelnen Individuums. So akzeptieren wir es, dass z.B. manche Gerichtsverhandlungen nicht &#246;ffentlich sind (um die Opfer zu sch&#252;tzen), die Polizei manche Informationen zur&#252;ckh&#228;lt (um einen Fahnungserfolg nicht zu gef&#228;hrden) oder Details &#252;ber Entf&#252;hrungen geheim bleiben (um Nachahmer zu vermeiden). Das dieses Abw&#228;gen manchmal schwierig ist, ist unbestritten. In sofern halte ich es f&#252;r v&#246;llig in Ordnung, dass hier Informationen zur&#252;ckgehalten werden, die m&#246;glicherweise jemanden in Gefahr bringen. Die Frage ist, wer entscheidet, ob und welche Informationen nicht f&#252;r die &#214;ffentlichkeit bestimmt ist. Und solange das eine demokratisch legitimiertes Gremium ist, das f&#252;r seine Entscheidungen (zumindest im Nachhinein) Rechenschaft ablegen muss, kann man nicht von Zensur sprechen.</p>
<p>Und nun kann man behaupten: Die Administratoren der Wikipedia sind von der Community legitimiert, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber genau das wird in Frage gestellt: Zensiert sich die Wikipedia selbst oder &#252;bernimmt hier eine einzelne Person (Jimmy Wales) die Entscheidung &#252;ber Wahrheit und Ver&#246;ffentlichung von Inhalten. Die Community-Struktur der Wikipedia ist f&#252;r Au&#223;enstehende kaum zu verstehen: Wie h&#228;ngen Verein in Deutschland (Wikimedia.de), die Wikimedia-Foundation (wikimediafoundation.org), ehrenamtliche Administrator, angestellten Pressesprechern und den Gr&#246;&#223;en der Wikipedia im Hintergrund (Jimmy Wales). Und wenn wir dann noch bedenken, dass sicher ein nicht unerheblicher Teil der Wikipedia-Nutzer davon ausgeht, hinter der Enzyklop&#228;die steht eine Redaktion von Fachleuten wird es noch komplizierter. </p>
<p>Hier sehe ich einer der Herausforderungen f&#252;r die n&#228;chsten Jahre, die die Wikipedia stellvertretend f&#252;r viele andere Angebote und Dienste im Web 2.0 l&#246;sen muss: <strong>Wie lassen sich selbstgesteuerte Communities, deren Mitglieder wertvollen Content produzieren und wirtschaftliche, organisationale und gesellschaftliche Verantwortung vereinen. </strong></p>
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