Langsam verlässt der Projekt Friendfeed seinen Betastatus und der ein oder andere Blogger wagt sich ran. Neu sind die sogenannte Rooms, also Gruppen, die sich zu bestimmten Themen einrichten lassen.
Meine Meinung ist zweigeteilt:
Auf der einen Seite ist es der nächste notwendige Schritt, die Webaktivitäten zu bündeln und zu aggregieren. Viele Blogger nutzen Ihren Blog bereits als Kommunikationzentrale, in der Deliciouslinks, Twitternachrichten, Flickrbilder, YouTubevideos und VenteriaTermine integriert werden. Genau das gleiche macht Friendfeed und lichtet so das Chaos weitverstreuten Webwissens. Das Friendfeed dabei mal zunächst nur alles schön aneinanderreiht, ohne es irgendwie sinnvoll zu gruppieren oder zu ordnen, ist denke ich ein Problem, das lösbar ist.
Auf der anderen Seite macht es für mich keinen Sinn, mit Friendfeed einen weiteren Dienst zu haben (und das passiert mit den Rooms), in dem eine Interaktion mit anderen stattfindet. Und das das Konzept noch nicht aufgeht, zeigt die geringe Nutzung der Kommentarfunktionen. Außerdem müsste ich ja dann nicht nur die Kommentare in meinem Blog lesen, sondern auch die Kommentare in Friendfeed über die Kommentare in meinem Blog. Und dann wirds irgendwie sinnlos.
Alles in allem kann ich mich der Meinung von Nico Lumma anschließen: Friendfeed ist im Moment “weder Fisch noch Fleisch”. Entweder ersetzt Friendfeed eine Reihe andere Tools und wird zur persönlichen Kommunikationszentrale im Web oder es bleibt bei einer bloßen Aggregationsfunktion. Die Mischung aus beiden funktioniert denke ich langfristig nicht.














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