So – oder so ähnlich – ist das wirklich, wie eine Studie von Antonio Rangel nahelegt. Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Studie durften Rotwein probieren, der günstigste war für 5 Dollar die Flasche zu haben, der teuerste kostete 99. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie wurde gemessen, welche Hirnregionen aktiv waren. Klar: Bei einigen Durchgängen wurde der teurere Wein ohne Wissen der Trinker mit einem billigen vertauscht.
Bei der Verarbeitung der Signale von Mund und Nase ließ sich das Gehirn dabei nicht täuschen und “erkannte” den Schwindel: In den Regionen, die für Wahrnehmung des Geschmacks zuständig sind zeigte sich keine erhöhte Aktivität bei dem vermeintlich teuren Wein. Wohl aber im Präfrontalen Kortext, der für Emotionen zuständig ist. Allein die Erwartung des guten Weins führte hier zu vermehrter Aktivität, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden diesen Wein dann auch besser und beschrieben mehr Genuss.
Es reicht also schon, das wir glauben, ein gutes und teuere Produkt zu kaufen, um von dessen Qualität überzeugt zu sein und um uns glücklich zu fühlen.
Übrigens: Die aktuelle Ausgabe der Bild der Wissenschaft (Abo) hat das Titelthema: Wie Glück entsteht.


4 comments
Mike | am 19. Januar 2008 um 19:50 Uhr
Das ist mal ein klasse Text und ich glaub das sofort, dass es ausreicht zu Denken der Wein sei teuer. Doch trotz allem bin ich der meinung das viel Geld auch viel Probleme bei Seite schieben kann. Alle Probleme sicherlich nicht aber es würde einem ein einfacheres Leben ermöglichen sofern man nicht alles raushaut oder spielsüchtig wird und danach noch weniger halt als zuvor^^
Michi | am 21. Januar 2008 um 08:32 Uhr
Hallo,
Klar, man muss aber auch mit Geld umgehen können! SOnst hat wie gesagt noch weniger als vorher. Die emotionalen Probleme bleiben jedoch …
Sven | am 27. Mai 2009 um 08:09 Uhr
Ich fühle mich trotz viel Geld nicht glücklicker, das Soziale ist viel wichtiger
Escortbureau | am 14. März 2011 um 21:13 Uhr
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