Googlekonkurrenz geht an den Start | Wikia Search
Wikipediamitbegrünger Jimmy Wales geht mit der Internetsuchmaschine Wikia Search an den Start. Das Prinzip: Die Internetnutzer sollen mithelfen, Webseiten zu indexieren. Zusätzlich kommt Crawling-Software zum Einsatz, mit der das Internet nach Webseiten durchsucht und sortiert wird. Die Nutzer sollen den Algorithmus der Software verbessern. Wikia hat nichts mit der Onlineenzyklopädie Wikipedia zu tun, sondern ist ein selbstständiges Unternehmen, mit dem Wales Geld verdienen möchte.
Die Idee, das Menschen Webseiten besser verstehen und ordnen können als der beste Algorithmus ist dabei nicht neu. Versuche mit von Autoren gepflegten Linkverzeichnissen wie das DMOZ waren trotzdem nur begrenzt erfolgreich. Allerdings zeigen neue Social-Bookmarkingtools wie Delicious das Potential von nutzergenerierten Linksammlungen. So scheint die Kombination von Suchalgorithmen und dem Wissen der Nutzer ein sinnvoller Weg. Anders als bei Google soll bei Wikia Search die Ordnungskriterien für alle Nutzer sichtbar sein, so das Anbieter ihre Webseiten gezielt optimieren können, um bei bestimmten Suchanfragen möglichst weit oben in den Suchergebnissen genannt zu werden. Oder wie Jimmy Wales es selbst formuliert: eine von “Wikis inspirierte Suchmaschine“.
Da das Geschäft mit der Werbung, die mit den Suchanfragen verknüpft wird sehr profitabel ist, gibt es zahlreiche Versuche verschiedener Unternehmen Marktanteile (z.B. in jüngster Zeit ask.com) zu gewinnen. Die Datenmengen des Internet sind aber rießig, so das enorme technische Anforderungen nötig sind, um einen entsprechende großen Teil dieser Datenmenge zu finden und in den eigenen Suchindex aufzunehmen. So wird es auch Wales, wie andere Firmen, zunächst Schwierigkeiten haben, Marktanteile zu gewinnt, er hat angekündigt zum Start der Suchmaschine etwa 50 - 100 Millionen Webseiten indexiert zu haben, was immer noch ein Bruchteil der verfügbaren Datenmenge ist. Auf wenn die Suchmaschine zunächst nichts mit Wikimedia zu tun hat, kann Wales sicherlich auf Wohlwollen bei der Wikipedia-Community hoffen und dort entsprechend auf sein Projekt hinweisen. Die Tatsache, dass Wales Google offen den Kampf ansagt, sichert im entsprechendes Medienecho. Die zunehmende Kritik am Suchmaschinenriesen Google ist hier sicherlich ebenfalls förderlich. Der Erfolg scheint beinahe vorprogrammiert, aber letzlich entscheidend wird die Qualität der Suchergebnisse sein, die mit der Wikia Search zu finden sind.

















Kommentare (1)
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Marco
schrieb am 9. Januar 2008 um 14:05 Uhr:
Ich habe mich natürlich Montag gleich hingesetzt und die groß angekündigte Suchmaschine, welche Google ja vom Thron stoßen soll, ausprobiert und war mehr als enttäuscht. Die Suchergebnisse waren sowas von schlecht und von relevanten Informationen kann da absolut nicht gesprochen werden.
Natürlich ist die Suchmaschinen erst jetzt an den Start gegangen, aber die versprochenen Features wie Seiten bewerten und damit das Ranking verbessern funktionieren noch nicht. Ich hatte mir etwas viel besseres von der Wiki Search erwartet.
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