Mäuse, Möpse und Menschen | Der Kanzler ist zurück
Eigentlich sollten wir ihn mit Nicht-Beachtung strafen. Am 28.Oktober erscheinen Schröders Memoiren in einer Auflage von 160000 Stück zum Seitenpreis von 4,6 Cent.
Die Medienmaschinerie funktioniert noch einwandfrei: Mit Spiegel und BILD wird praktisch ganz Deutschland erreicht, die ARD beginnt am 23. mit einer Dokumentation von Jürgen Leineman, Reinhold Beckmann ist eine Woche später dran, Phoenix schickt Herrn Wickert ins Rennen. Auch Frau Christiansen darf ran, am 5. November. Platz Eins auf der Spiegel Bestsellerliste ist schon gebucht, die Tour durch 20 deutsche Städte wird da auch nichts mehr dran ändern.
Und der Werbespot den ich gestern abend auf Pro Sieben gesehen habe, mit Herrn Schröder, der sich selbst vermarktet, bringt mich fast zum weinen. Der Platz neben der Willy-Brandt-Statue ist am Donnerstag dann auch schon reserviert: Vermutlich geht es nicht wirklich um Politik, klar - die Aufarbeitung der Schröder-Jahre zusammen mit Uwe-Karsten Heye als Startschuss für die nächste SPD-Ära ist strategisch sicher schön.
Es geht einmal mehr drum, sich selbst zu vermarkten. und das kann er noch, der Medienkanzler. Vielleicht kann er der Kanzlerin einmal mehr zeigen, wie’s geht, vielleicht wird es sie noch tiefer ins Stimmungsloch fallen lassen. Vielleicht ist es nach dem Sommermärchen der nächste Hype, der Deutschland wachrüttelt? Oder doch nur die Chance für den Medienkanzler, nochmal richtig Geld zu verdienen?
Nicht, dass wir uns missverstehen: Ich hab’s noch nicht gelesen, vielleicht sollte ich das zuerst tun. Oder aber ich bleibe doch bei der Prinzessin Lillifee.

















Kommentare (1)
1
Jü Satorius
schrieb am 23. Oktober 2006 um 13:30 Uhr:
Zitat von amazon.de. “Kaufen Sie jetzt diesen Artikel zusammen mit: Angela Merkel. Zwölf Gesetze der Macht. ” Damit wäre das Verhältnis zwischen Ying und Yang dann wieder ausgeglichen. Auch wenn Frau Merkel im Gegensatz zu Herrn Schröder nur im Profil auf dem Cover zu sehen ist und “eher im Schatten steht”.
Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel