Second Promotion: Werbeagentur für Second Life
In Salzburg ist am 5. Februar 2007 Second Promotion http://SecondPromotion.com als erste europäische Marketingagentur an den Start gegangen, die ausschließlich in Second Life Werbung macht. 15 Mitarbeitern arbeiten im echten Leben, neun halten im Second Life die Augen offen und programmieren dort die Inhalte für die Agentur.
Klar, dass das irgendwann so kommen musste: Die Nutzer von Second Life sind eine kaufkräftige Gruppe im besten Alter zwischen 25 und 40, meist überdurchschnittlich gebildet und eher wohlhabend. Die Werbung für echte Produkte in der virtuellen Welt eröffnet neue Möglichkeiten für wirksame Marketingkampagnen.
Die Spieler identifizieren sich sehr stark mit ihren Avataren, Marken werden erlebbar, weitaus leichter als beim klassischen Werbespot können Marken und Produkte für den potentiellen Kunden erlebbar werden und transportieren ihre emotionale Botschaft so leichter. Wird Second Life mit anderen Web 2.0 Technologien vernetzt, bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, die echte Welt mit der digitalen Welt zu koppeln.
Besonders für Life-Style-Objekte, Freizeitangebote oder Medieninhalte, aber auch für serviceintensive Produkte scheint Second Life die ideale Plattform zu sein. Mal sehen, ob’s ein Erfolg wird, im Notfall können die Mitarbeiter sich ja ihren Zweitjob im zweiten Leben suchen.

















Kommentare (2)
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Max-F.
schrieb am 24. März 2007 um 16:34 Uhr:
Mehr Schein als Sein! SecondLife wird als neues, ja fast revolutionäres Marketingphänomen betrachtet. Eine kritische Hinterfragung wegen der Sinnhaftigkeit beziehungsweiße Brauchbarkeit, ist nur in den seltensten Tönen zu hören! Wer braucht schon einen Autopark von Mercedes, wenn man sowieso fliegen kann? Wer schaut sich einen Videofilm in SecondLife an, wenn es alleine im Internet Videoportale gibt, die weitaus umfangreicher sind und eine überragende Qualität bieten.
Wer in SecondLife eintaucht, sollte einmal sein Hirn auch im FirstLife einschalten!
“Die Meldung, dass Mazda Avataren virtuelle Probefahrten in einem neuen Modell anbietet, hielten gleich mehrere Zeitungen für berichtenswert. Wie sinnvoll eine „Probefahrt“ ist, wenn Grafik und Steuermöglichkeiten hinter denen selbst simpelster Autorennspiele der achtziger Jahre zurückbleiben, wird gar nicht erst gefragt.”
Siehe auch:
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E3D2F72CC927343A09EE1592FBE116F2C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Johannes Moskaliuk
schrieb am 24. März 2007 um 19:39 Uhr:
Über die Sinnhaftigkeit von Second Life kann man sich sicher streiten. Und die Stimmen, die die Probleme von Second Life benennen, angefangen von der sozialen Vereinsamung in der echten Welt, das Suchtpotential für den einzelnen Spieler und das Potential für krumme Geschäfte ist hier einiges zu nennen. Und das für Nutzer mit DSL 1000 und einem älteren PC die Teilnahme an Second Life zu einem sehr zeitintensiven Spaß wird, vergessen auch viele.
Aber um auf das Zitat mit der Probefahrt im virtuellen Traumauto zurück zu kommen: Es geht hier ja nicht darum einen möglichst realistischen Eindruck von den Vorzügen eines Autos zu bekommen oder gar eine Probefahrt im echten Leben zu ersetzten. Eines steht fest: Einige der mehreren hundertausend Second Life Benutzer generieren sich mit viel Liebe ihren persönlichen Avater im Zweiten Leben und geben ihm ein Aussehen, Auftreten und Verhalten, das zu ihrer Persönlichkeit oder ihrer Wunschpersönlichkeit passt. Und da liegt es nahe auch die Statussymbole und Life Style Produkte des wahren Lebens mit einzubeziehen. Und so fährt eben auch in der virtuellen Wunderwelt der einen eine Porsche, der andere trägt seinen iPod stolz zur Schau.
Und da genau liegt das Potential für Marketing: Emotionen und Lebensgefühl an das eigenen Produkt zu koppeln, verbunden mit der Hoffnung, dass es dann auch im echten Leben leichter fällt, Geld für ein Produkt auszugeben, dass eigene Persönlichkeit auf motzt.
Vielleicht hilft Hirneinschalten wirklich manchmal weiter, in diesem Fall heißt Hirn einschalten aber auch: Die Zielgruppe der Second Life Bewohner ist nicht zu vernachlässigen. Und wenn die Konkurrenz schon in SL aktiv ist, dann wird es Zeit, das eigene Produkt virtuell nachzubilden.
Wer sich für Second Life interessiert, und mal jenseits des Medienhype ein Bild machen will, dem sei die DVD über SL empfohlen.
http://blog.moskaliuk.com/dvd-uber-leben-und-karriere-in-second-life.html
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