semantische Suchmaschine bialex.com
Eine deutsche Firma hat eine Web 3.0 Suchmaschine entwickelt, die das Internet strukturieren soll. In Anlehnung an die erste weltweite Bibliothek im ägyptischen Alexandria heißt das Probjekt Bialex.com: “Bi” für Bibliothek, “alex” für Alexandria. Der Programmierer Martin Bode ist Malermeister, studierte dann Design. Vergangenes Jahr bekam er den Innovationspreis der niedersächsischen Wirtschaft für ein von ihm programmierte Internetbranchenbuch.
Contentanbieter im Internet können “Bücher” anlegen und verschlagworten. Dabei sollen die Schlagworte nach und nach in die sieben wichtigsten Sprachen übersetzt werden, um eine Zweideutigkeit einzelner Begriffe wie z.B. Schloss (castle) und Schloss (look) semantisch zu lösen. Dadurch werden außerdem über die Eingabe eine Wortes in einer Fremdsprache auch Einträge anderer Sprachen gefunden. Jedem Eintrag wird eine 7stellige Nummer zugeordnet, um ihn eindeutig zu identifizieren.
Eine Pressemitteilung der Firma kündigt das Angebot als semantische Suchmaschine an und spricht gar von der Entschlüsselung des Semantischen Codes. Auf den ersten Blick wird beim Besuchen der Webseite allerdings der Mehrwert gegenüber anderen Verzeichnissen wie dmoz.org oder folksonomy-Tools wie delicious nicht klar. Zunächst wird lediglich die Verschlagwortung mehrsprachig durchgeführt und von allen Usern gemeinsam fortentwickelt, eine semantische Analyse der Webseiten erfolgt offensichtlich nicht.
Vielleicht habe ich aber die Genialität des Angebots noch nicht verstanden, auf Kommentare freue ich mich.

















Kommentare (9)
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Johannes Moskaliuk
schrieb am 26. Oktober 2007 um 13:04 Uhr:
Ein Artikel auf http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/92/139799/ berichtet von dem Ziel Bodes, dem Suchmaschinenriese google.com Konkurrenz zu machen. Ob das klappt?
2
Mischa
schrieb am 7. November 2007 um 21:36 Uhr:
Schade, dass es Wilhelm Busch nicht mehr gibt!
3
Mischa
schrieb am 7. November 2007 um 21:40 Uhr:
…meine website http://www.baukalender.de könnt Ihr aber hier schon bringen, wenn ich Euch einen so besinnlichen Beitrag schreibe!
4
Georg
schrieb am 26. November 2007 um 13:41 Uhr:
Ich glaube, damit man Google überhaupt ein würdiger Konkurrent wird, müsste man min. genau soviel in die Entwicklung investieren. Das können nicht alle. Es sein den Die Suchmaschine wird viel mehr Informationen liefern und praktischer für den Webmaster und User. Vorallem für den Webmaster.
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Andy
schrieb am 27. November 2007 um 17:45 Uhr:
Kaum hat einer mehr Geld, dann will er eine eigene Suchmaschine starten
6
Olaf
schrieb am 3. Dezember 2007 um 09:24 Uhr:
Schon der Versuch einer Suche auf dem Dind der sogennanten Suchmaschine macht mich ” Wahnsinnig “…
Das geblinke dieser Bücher, macht einem Kopfschmerzen! Als Sucher möchte ich und sicherlich auch der großteil der user, die Ergebnisse normal aufgelistet bekommen ohne das ich extra navigieren muß und etwas blinkt!
7
Michael
schrieb am 14. Dezember 2007 um 15:23 Uhr:
Dass die Süddeutsche auch noch über diesen Unsinn berichtet, macht das ganze auch nicht besser. Spätestens seit DMOZ hat sich gezeigt, dass ein solcher Ansatz nicht funktionieren kann.
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Chris
schrieb am 20. Dezember 2007 um 12:35 Uhr:
Die Frage ist, würden eine semantische Suchmaschine von den Benutzern überhaupt akzepiert und benutzt werden? Die Eingabe müsste ja umfangreicher als bei der gewöhnlichen Suchmaschine sein, denn sonst kann man keine semantisch passenden Inhalte liefern. Die meisten Nutzer tendieren zwar schon in Richtung 2-3 Wort Eingaben, aber ob das reicht? Ich sehe dem eher skeptisch entgegen, auch wenn ich es gutheiße, dass mal ein anderer Weg eingeschlagen wird.
9
Astrid Radtke
schrieb am 6. Januar 2008 um 14:32 Uhr:
Ich habe mich über den Artikel im Wirtschaftsteil der SZ damals auch sehr gewundert, zu mal ich vorher in einem Internetforum eine “Vorstellung” der Seite und die Einwände dazu gelesen hätte.
Das “Nette” an diesem System ist, dass es nicht mal seine eigenen Wörter findet.
So hat jemand Schiefahren angeboten, das wird aber weder unter dem Wort noch unter Skifahren noch unter Schifahren gefunden sondern nur über Ingemar gefunden.
Was ist daran bitte semantisch?
Auf eine Anfrage an den Redakteur wie ein solch schlecht recherchierter Artikel zustande käme. Nach mehrmaligem Anmahnen erhielt ich die etwas genervte Antwort,
dass in Branchenkreisen diese Idee durchaus Repekt findet. Welche “Branchenkreise” das seien hat er mir aber verschwiegen. Weiter meinte er und wenn es nicht klappt, ist es sein Problem.
Aber Hallo! In einer Zeitung wie der SZ erwarte ich mir doch eine bessere Recherche.
Wie schwierig es ist seine Firma in einer Zeitung vorstellen zu dürfen, wissen sicher viele. Solche Vorstellungen sind aber in zweierlei Hinsicht sehr negativ:
1. Jeder weiter hat es noch schwerer.
2. Jeder Vorstellung in Richtung Internet wird mit noch mehr Skepsis betrachtet.
Ich habe heute in die Seite gesehen, sie ist überhaupt nicht weiter entwickelt.
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