Was ist eigentlich Microcontent | Eindrücke von der Learntec 2
In seinem Vortrag möchte Dr. Martin Lindner zeigen, wie Microlearning und Microcontent in Aktion funktioniert. Ich möchte wissen, wie sich die Buzzwords in echt anfühlen und bin gespannt auf das „digitale Wissensökosystem“, das man sich persönlich aufbauen kann, so ist es im Kongressprogramm angekündigt. Leider funktioniert der Internetzugang nicht. Kurzer Seitenhieb des Dozenten auf die langsamen Deutschen, die es nicht schaffen eine Konferenz wie die Learntec mit überall zugänglichem WLAN auszustatten. (Schweizer und Österreicher sind da schneller, Engländer auch, Amerikaner sowieso). Kein Problem, der Dozent sucht nach Powerpoint-Alternativen und beginnt solange schonmal frei zu reden, Fünfzehn Minuten lang. Oft kommt die Vorsilbe Micro vor, manchmal fallen auch die Worte Blog, Wiki und Web 2.0. Dann erscheint dann endlich ein Techniker, der sich um den Internetzugang bemüht.
Zwischenzeitlich wird der Dozent konkret: Microcontent ist ein Blogeintrag mit Bildern der genau auf eine Webseite passt. Alles was Sie in einem Fenster, auf einem Handydisplay oder in einem Widget anzeigen lassen können, das ist Microcontent. Und wenn dann noch weniger Zeichen ausreichen müssen, zum Beispiel wie bei Twitter, haben wir es mit Ultramicrocontent zutun.
Mittlerweile ist klar, dass das Netzwerkkabel kaputt ist, und deshalb der Netzzugang nicht funktioniert.
Der Dozent ist macht einen Ausflug zur Frage welcher der Kongressteilnehmer selbst Konsument von E-Learning ist. Seine Vermutung: Keiner. Vermutlich hat er Recht.
Mittlerweile funktioniert das Internet.
Auf dem Schirm des Dozenten erscheint sofort ein kleines Widget, in dem eine Prüfungsfrage auftaucht, die er dringend lernen muss. Endlich sehe ich mal Microcontent in life: Kleine Wissenshäppchen, die mich anspringen, so lange ich mehr als 10 Minuten nichts getan habe.
Weiter im Text: Twitter funktioniert leider nicht. Nächster Versuch Jaiko. Ein Kollege schreibt in den Ticker, dass er gerade damit beschäftigt ist, Inhalte in ein LMS einzupflegen. Aha. Es drängt sich der Gedanke auf, dass Microcontext der zerhackte Datenmüll ist, der mich von der eigentlichen Arbeit abhält.
Oder vielleicht doch eher: Komplexe Themen werden in kleine Häppchen zerlegt, die in einer Kette hintereinander zusammengehören. Die didaktische Herausforderung. Wie erreiche ich es, dass die Leute trotz kleiner Einheiten dran bleiben? Jetzt ruft der Dozent den Learntec Blog auf. Und zeigt wie er über Delicious den Blogeintrag taggt. Damit wird Microcontent angelegt, um noch genauer zu sein Metamicrocontent. Ich bin verblüfft: Mehr steckt nicht dahinter? Kleine Informationeinheiten werden über Tags, semantische Netze, oder die Angaben von lokalen Informationen sortiert, aneinander gereiht und sortiert. So entsteht aus kleinen Einheiten echtes Wissen. Das Wissen in Einheiten zerlegbar ist, und Lernen letztlich das stückweise Zusammensetzen diese Puzzles ist, wussten wir Psychologen doch schon lange, oder?
Mittlerweile kann ich dem Dozent leider nicht mehr folgen. Aber Vortrag hat mich inspiriert. Ehrlich! So ganz klar ist mir zwar noch nicht was Microcontent ist, aber ich habe ja auch den größten Teil der Session verpasst.
P.S: Noch mehr Buzzwords gewünscht? Bitte schön: Micromedia, Microinformation, Microknowledge.

















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