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» Dieser Artikel wurde am
19. September 2008
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Wikipedia als Buch 2

Wie versprochen gibt es jetzt das “Wikipedia Lexikon in einem Band“, erschienen bei Bertelsmann. Enthalten sind die meistgesuchtesten Stichwörter der Online-Enzyklopädie auf knapp 1000 Seiten zusammenfasst. Macht inklusive der etwa 1000 vierfarbigen Abbildungen ein paar Zeilen pro Schlagwort.

Nachwie vor stört mich an der Idee, dass die Marke Wikipedia als Verkaufsargument genutzt wird. Letztlich hat das Buch mit seinen kurzen Definitionen nämlich gar nichts mehr mit der Wikipedia gemein, außer, dass die User entscheiden, welche Schlagwörter in das “lexikalische Jahrbuch” aufgenommen werden und es damit die “Nachschlageinteressen der Wikipedia-User” wiederspiegelt. Und so findet sich neben “Arschgeweih” und “Super Mario” auch “Schlag den Raab” und “StudiVZ” in dem Lexikon. User-Generated eben. ***IRONIE an.  Super! Genau das braucht der moderner Mensch. Vielen Dank Bertelsmann. ***IRONIE aus.

Eigentlich müsste es doch erlaubt sein, dass ich die 1000 Seiten einscanne und als Online-Nachschlagewerk auf meiner Homepage bereitsstelle und das Wikipedialexikon als Konkurrenzprodukt selbst veröffentliche? Oder gibt es einen rechtlichen Kniff, mit dem Bertelsmann die GNU-FDL umgehen kann?

Einziger Trost: 20.000 Euro bezahlt Bertelsmann an die Wikimedia Foundation. Wobei ich das für die Nutzung einer Marke wie der Wikipedia wenig finde.

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Der Artikel wurde am Freitag, den 19. September 2008 geschrieben. Er ist abgelegt unter folgenden Kategorien: Allgemein. Er ist mit folgenden Tags versehen: . Sie können hier einen Trackback senden Trackback zum Artikel anlegen. Kommentieren Sie den Artikel und lassen Sie sich bei neuen Kommentaren Feed für Kommentare automatisch benachrichtigen.

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Kommentare (6)

1

MTB-Addict

schrieb am 25. September 2008 um 11:30 Uhr:

Ja, ich finde das wie Du auch total lächerlich, den anachronistischen Weg zu gehen und ein sich ständig weiterentwickelndes Medium als Printversion herausbringen zu wollen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellenm, dass so ein Lexikon tatsächlich gekauft wird, deshalb ist es wiederum die Aufregung nicht wert. Einfach ignorieren, dieser Veruch Bertelsmanns, aus der Marke Wikipedia profit zu schlagen wird bestimmt schnell in Vergessenheit geraten.

2

Sam

schrieb am 28. September 2008 um 16:57 Uhr:

Ich halte von der Idee auch nichts, da dieses Medium von Usern täglich oder auch jede Stunde Aktualisiert wird. Wiki ist halt eine Plattform die über das Internet aufgebaut und genutzt wird.

3

Erfurt

schrieb am 29. September 2008 um 07:36 Uhr:

Da hat sich Bertelsmann mal wieder an den Erfolg einer Sache angehängt so sehe ich das. Jedoch frage ich mich allen Ernstes wieso sollte ich mir das Buch kaufen, zumal ich alles im Internet und dazu immer auf dem aktuellsten Stand alles nachschlagen kann?

4

Paul

schrieb am 2. Oktober 2008 um 21:14 Uhr:

Naja manchmal ist das offline lesen doch angenehmer als immer vor dem Bildschirm zu hocken und sich die augen zu ruinieren.
Abgesehen ist es doch stylish wenn du ein praktisch nur über das internet bekanntes “produkt” plötzlich in deinem bücherregal stehen hast

5

Johannes Moskaliuk

schrieb am 3. Oktober 2008 um 11:25 Uhr:

@Paul: Ja, die Idee einer gedruckten Wikipedia finde ich nach wie vor gut und hatte mir schon 2 Meter in meinem Ikea-Regal reserviert, als der Zenodot-Verlag die WP 1.0 angekündigt hat. Bertelsmann veröffentlicht aber ein klassisches Lexikon mit kurzen Definitionen und nutzt die Marke Wikipedia als Verkaufsargument.

6

Matthias

schrieb am 13. Oktober 2008 um 15:42 Uhr:

würde mir das buch nie kaufen…warum denn auch, im internet isses doch viel praktischer =)

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